Xpeng bringt frischen Wind nach Österreich
Die Dynamik am Markt für Elektroautos bleibt hoch. Neue Marken drängen vor allem aus Fernost nach Europa und damit auch nach Österreich. Innovative Konzepte mischen die etablierte Ordnung auf – und das mit richtig viel Tempo. Mittendrin: Xpeng.
Spricht man über Elektroautos aus China, dann fällt auch unweigerlich der Name Xpeng. Die Marke hat sich in den vergangenen Jahren ziemlich zügig einen Namen gemacht und zu einem ernstzunehmenden internationalen Player entwickelt. Jetzt nimmt man auch den österreichischen Markt ins Visier und fährt gleich mit drei spannenden Modellen vor.
Der Blick richtet sich jetzt auf neue Märkte. Damit einher gehen aber auch neue Herausforderungen. Der grundsätzliche Ansatz von Xpeng ist klar. Die Fahrzeuge sollen nicht nur fahren, sondern sie sollen – überspitzt formuliert – auch denken. Der Anspruch ist, dass der Fahrer spürbar unterstützt wird. Moderne Fahrerassistenzsysteme, digitale Steuerung und eine softwarebasierte Architektur sind die wichtigsten Elemente. Es sind keine Fahrzeuge im klassischen Sinne, die einen nur von A nach B bringen. Die Grenze zwischen Auto und digitalem Begleiter verschwimmt. Sie werden quasi zum Smartphone auf vier Rädern.
Zum Einsatz kommen dank der Zusammenarbeit mit Qualcomm die sogenannten Snapdragon-Chips. Diese kennt man tatsächlich aus Smartphones, sie werden mittlerweile aber auch immer häufiger in der Automobilindustrie eingesetzt. Durch die Integration dieser Snapdragon Automotive Plattform profitieren die Fahrzeuge zum Beispiel von schnellen, leistungsfähigen Touchscreens, intelligenten Sprachassistenten und nahtloser Vernetzung.
Der Xpeng G6 setzt auf eine dynamische Coupé-Silhouette und leistungsstarke Antriebe mit bis zu 487 PS.
Elektrisierend
Xpeng positioniert sich mit seinen Modellen eindeutig im Premium-Segment. Zum Marktstart setzt die chinesische Marke auf zwei SUVs, die perfekt den Zeitgeist treffen. Der G6 besticht mit Coupé-Silhouette und einem sehr cleanen Design. Kurze Überhänge und sportliche Proportionen suggerieren ein gewisses Maß an Agilität. Das versprechen auch die Antriebsoptionen.
Zur Wahl stehen zwei Hecktriebler mit 252 und 296 PS sowie eine Version mit Allradantrieb, die 487 PS in den Asphalt stemmt. Damit kommt das rund 2,2 Tonnen schwere SUV in gut vier Sekunden aus dem Stand auf Landstraßentempo. Der G6 vertraut dabei immer auf eine 800-Volt-Architektur, die richtig schnelle Ladezeiten ermöglicht. Beim größeren Akku mit einer Netto-Kapazität von 80 kWh kann mit bis zu 451 kW geladen werden. Beim RWD Long Range ist man damit beispielsweise in nur zwölf Minuten von zehn auf 80 Prozent. Da geht sich der Espresso gerade noch so aus.
Genauso schnell geht’s auch beim G9 zur Sache. In zwölf Minuten ist die Batterie wieder bei 80 Prozent, wenn die maximale Ladeleistung von 525 kW anliegt. Das SUV bietet auch eine größere Batterie. RWD Long Range und AWD Performance sind mit einem 92,2-kWh-Energiespeicher ausgestattet. Der RWD Standard Range setzt auf 78,2 kWh netto. Mit Heckantrieb leistet der G9 ganze 351 PS. Bei vier angetriebenen Rädern sind es sogar 575 PS.
Dazu gibt es Platz ohne Ende. Auf einer Länge von knapp 4,9 Metern dürfen sich Fahrer und Passagiere über großzügige Raumverhältnisse freuen. 660 Liter fasst der Kofferraum bei Normalkonfiguration. Bei umgeklappter Rücksitzbank erhöht sich das Volumen auf 1.576 Liter.
Mit einer Ladeleistung von über 500 kW steht man mit dem Xpeng G9 nie lange am Schnelllader. Das SUV kombiniert dabei viel Platz mit starker Performance.
Hightech-Limo
Und dann ist da noch der neue Xpeng P7+. Der verfeinert das aerodynamische Design mit einer großen Portion Sportlichkeit. Die markentypischen Leuchtbänder fügen sich dezent in die fließende Silhouette ein und verleihen ihr eine subtile Dynamik, die einen gewissen Vorwärtsdrang erzeugt. Die Optik hält, was sie verspricht. Auch hier setzt man auf 800-Volt-Technologie, die schnelle Ladezeiten, mehr Effizienz und bessere Performance verspricht.
503 PS leistet die Top-Version mit Allrad und beschleunigt in etwas mehr als vier Sekunden von 0 auf 100. Findet man eine Schnellladestation, an der man mit den maximal möglichen 446 kW laden kann, ist der Akku in nur zehn Minuten von 20 auf 80 Prozent geladen. Der Akku fasst brutto knapp 75 kWh und ermöglicht so eine Reichweite von 500 Kilometern nach WLTP.
Was Xpeng von anderen chinesischen Herstellern unterscheidet, ist der Produktionsstandort. Die Modelle G6, G9 und P7+ laufen nämlich bei Magna Steyr in Graz vom Band. Das steirische Unternehmen ist damit der erste lokale Fertigungspartner in Europa. Die Markteinführung bringt somit auch einen wirtschaftlichen Mehrwert für Österreich. Die Kombination aus technischer Innovation, lokaler Produktion und einer spannenden Modellpalette verschafft der neuen Marke eine solide Ausgangsposition.