MPG Marsien von oben
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Offroad-Monster

Gemballa schickt den Porsche 911 ins Gelände.

Hinter dem Namen Gemballa steckt eine bewegte Vergangenheit. Firmengründen Uwe Gemballa wurde im Februar 2011 in Südafrika entführt und Monate später ermordet aufgefunden. Bekannt wurde die Marke allerdings durch stark modifizierte Modelle auf Basis von Porsche-Fahrzeugen. Nun tritt Marc Philipp Gemballa, der Sohn von Firmengründer Uwe Gemballa, auf den Plan und gründet seine eigene Firma. Dessen erstes Modell soll genauso extrem werden, wie die automobilen Träume seines Vaters.

Völlig losgelöst vom ursprünglichen Unternehmen präsentierte nun Marc Philipp Gemballa seine Tuning-Vision in Form eines getunten, offroadtauglichen Porsche-Fahrzeugs, das auf Basis des aktuellen 911 Turbo S konzipiert wurde. Der Marsien soll nicht nur Supercar-Feeling verbreiten, sondern auch unschlagbare Performance abseits befestigter Straßen abliefern. Die Idee dahinter: Der Firmengründer wollte seinen Kunden etwas Neues bieten. Nachdem hochmotorisierte Supercars zur Genüge vorhanden sind, geht Gemballa mit dem Marsien nun den Weg eines Offroad-Supercars, das auf der Autobahn eine genauso gute Figur macht wie im Gelände.

Die Karosserie besteht dabei komplett aus leichtem Carbon, der Design übernahm Alan Derosier, der auch die Design-Studie Porsche 908 entwarf. Der Marsien wirkt hochmodern, aber auch zeitlos. Vor allem der große, geradlinige Heckflügel erinnert stark an den Porsche 959, darunter befindet sich ein neu designtes Leuchtenband. Die Heckstoßstange wurde ebenso neu gestaltet und weist zwei Lüftungsöffnungen auf, welche auch die Endrohre beherbergen. Grundsätzlich wird der MPG Marsien in Perlweiß mit Metallflakes ausgeliefert, auf Wunsch kann der Geländesportler auch in vollem Sichtcarbon bestellt werden.

Der Innenraum ist wahlweise mit Leder oder Alcantara ausgekleidet, die Mittelkonsole ist aus Carbon gefertigt und mit einer nummerierten Plakette versehen – nur 40 Einheiten des Marsien werden produziert. Viele weitere Details im Cockpit wurden vom Porsche Carrera GT inspiriert. Neben vielen in Schwarz gehaltenen Elementen stechen besonders die gelben Akzente hervor, unter anderem die gelbe Einstiegsleiste mit dem Schriftzug „Projekt Sandbox“ – dem Arbeitstitel, unter dem der Marsien entwickelt wurde.

Ein ganz besonderes Prachtstück ist der Motor, für den sich der junge Unternehmer die Tuning-Spezialisten von RUF mit ins Boot geholt hat. Je nach Ausbaustufe erstarkt der Sechszylinder-Boxermotor von 650 PS auf 750 PS bzw. auf bis zu 830 PS. Das Drehmoment erstarkt von 800 Nm auf 930 Nm. Den Sprint von 0 auf Tempo 100 schafft der Marsien in nur 2,6 Sekunden, Schluss ist erst bei 330 km/h – wohlgemerkt mit Straßenbereifung. Die Leichtmetallfelgen werden in 20 oder 21 Zoll angeboten, um seine Offroad-Qualitäten voll ausspielen zu können, müssen andere Geschütze aufgefahren werden. Im Offroad-Modus steigt die Bodenfreiheit von 120 auf 250 Millimeter, die dazu passende All Terrain-Bereifung sitzt auf 19 oder 20 Zoll großen Alufelgen.

In Zukunft soll der Marc Philipp Gemballa Marsien auf den Straßen der Welt anzutreffen sein, aktuell läuft noch das Homologationsverfahren. Das limitierte Offroad-Supercar soll laut ersten Informationen rund 500.000 Euro kosten.

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