Suzuki Swift Mildhybrid 2
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Es reicht leicht

Suzuki elektrisiert seine kleinen Allradler.

Hybrid klingt nach dem besten aus beiden Welten - grünes Gewissen, wenig Energieverbrauch und dennoch keine Reichweitenangst. Fürchten muss sich bei so viel Technik eigentlich nur einer - derjenige, der das Auto bezahlt. Erst recht, wenn der Antriebsstrang in eine trendige SUV-Karosserie gesteckt wird. Außerdem hat die Gattung der SUV ein grundsätzlich sehr prekäres Verhältnis zum gerade angesprochenen grünen Gewissen. Zu groß, zu schwer, zu suboptimal für den ökologischen Fußabdruck. Das mag stimmen, zumindest für einen Teil der Geländelimousinen. 

Ausnahmen bestätigen die Regel

Aber es gibt auch Hersteller, die im Grunde alle genannten Vorurteile nehmen und für nichtig erklären. Suzuki ist so einer und der Ignis ist das perfekte Beispiel dafür. Er ist beinahe sowas wie ein Anti-SUV unter den SUV. Auf den ersten Blick fällt die extrem kompakte Karosserie auf. Gerade einmal 3,7 Meter misst der Japaner in der länge, in der Breite kommt er auf knapp 1,65 Meter - aber auch nur, weil er stark ausgestellte Radhäuser hat. So passt er perfekt ins Beuteschema von Kunden, die zwar ins leichte Gelände wollen - beispielsweise in den Wald - denen aber der kultige Geländewagen Jimny zu extrem ist. Kraxeln kann der Ignis also, dank optionalem Allradantrieb. Auch sonst erfüllt der kleine Suzuki formal alles, was man sich von einem SUV erwartet - eine erhöhte Bodenfreiheit, eine bullige Front und ein bequemer Einstieg. Innen gibt es wie außen wenig Schnörkel, durch den Einsatz von Farbe kommt dennoch keine Tristesse auf. Die Materialien sind einfach, aber robust und sorgfältig verarbeitet. Smartphoneintegration und diverse Fahrassistenzen sind auch dabei. Also auch hier alles bestens. 

Swift Ignis 2

Der Suzuki Ignis vereint eine sehr kompakte Karosserie mit der Anmutung eines SUV.

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Technik drauf und drin

Und unter der Motorhaube? Da werkelt der Hybrid, allerdings nicht so, wie es sich der eine, oder andere vorstellen mag. Kurzzeitig rein elektrisch fahren ist trotz Elektrounterstützung nicht möglich. Es handelt sich hier um einen Mildhybrid, bei dem der Elektromotor ähnlich wie ein Turbolader agiert. Vereinfacht ist es ein getunter Starter mit Motorfunktion, was auch bei der Start/Stop-Automatik auffällt, denn die ist tatsächlich sanfter, als bei den Konkurrenzmodellen. Die Energie für die nur 3.000 Milliamperstunden große Batterie entsteht übrigens durch Brems-Rekuperation. Wird diese Power in Drehmoment umgewandelt, sorgt sie für spürbar mehr Drehmoment beim Beschleunigen, außerdem hält sich der Verbrauch in Grenzen. Trotz, am Papier, eher pragmatischen 90 Sauger-PS entstehen so durchaus flotte Fahrleistungen und Fahrspaß. Der Ignis wiegt eben auch in seiner schwersten Ausführung deutlich unter einer Tonne.

Swift Ignis 1

Optisch eigentlich genau das Gegenteil des Ignis, verfügt der Swift dennoch über ein geräumiges Interieur und tolle Fahreigenschaften dank Allrad und milder Hybridisierung.

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Der Bruder im Geiste

Der Ignis hat aber auch einen technischen Zwilling. Einen, der die Nische in der Nische gefunden hat. Die selben Talente wie das kleine SUV, also geringes Gewicht, höheres Fahrwerk, Hybrid- und Allradantrieb und kompakte Abmessungen, hat der Swift. Der ist aber eben kein SUV, sondern ein Kleinwagen. Ein richtig guter sogar. Durch seinen tieferen Schwerpunkt giert er noch agiler ums Eck, außerdem verbraucht er dank sichtbarer aerodynamischer Vorteile weniger. Optisch ist der Kleinwagen ein absoluter Gegenpol zum Ignis. Wo beim SUV Kanten und gerade Linien dominieren, ist der Swift eher rundlich und freundlich. Dabei lässt sich der Swift, wie auch der Ignis, mit zahlreichen optischen Individualisierungsmöglichkeiten ausstatten. Anderes Dach? Kein Problem, da lackieren wir gleich die Außenspiegel mit! Fetzige Streifen? Gerne auch mit Beplankung fürs Grobe. 

Also egal, ob kleines SUV oder echter Kleinwagen. Mit dem Swift und dem Ignis hat Suzuki zwei Leichtgewichte im Programm, die dank Allrad und Mildhybridsystem nicht nur mit der Zeit gehen, sondern sogar zu Vorbildern werden.